Die Stadt als Betreiber eines Kletterparks? (Markkleeberger Stadtnachrichten 15/2018)

18. Juli 2018

Markkleeberg, 18. Juli 2018. – Wie kürzlich zu lesen war, ist die EGW Entwicklungsgesellschaft für Gewerbe und Wohnen mbH, eine kommunale Gesellschaft der Stadt Markkleeberg, nun Betreiber des Kletterparks am Markkleeberger See. Begründet wurde dies damit, dass der vorherige Pächter seine Pachtraten nicht regelmäßig gezahlt hat und der Pachtvertrag gekündigt wurde. Auch wenn die Absicht eines Erhalts löblich ist, fragen wir uns, ob der Betrieb eines solchen Nischenangebots den eigentlichen Aufgaben einer kommunalen Verwaltung und deren Gesellschaften entspricht. Wenn eine solche freizeitorientierte Unternehmung seine Kosten nicht mit den Einnahmen decken kann und Verluste erwirtschaftet, wird dies direkt oder indirekt mit Steuergeldern ausgeglichen werden müssen. Wollen wir das wirklich? Gibt es nicht andere Stellen, an denen ein Engagement der Stadtgesellschaften sinnvoller wäre und einer breiteren Bevölkerungsgruppe zu Gute kommt, z.B. die Sanierung unserer Sporthallen? Wir sind der Meinung, dass die Stadt für bestmögliche Infrastruktur und Bürgerservice sorgen soll, freizeitorientierte Nischenangebote aber der freien Wirtschaft überlässt. Dort regulieren sich Fehlinvestitionen relativ zügig und das Angebot wird kontinuierlich der Zielgruppe angepasst, denn der Unternehmer ist verantwortlich für sein Wirtschaften mit allen Konsequenzen, ganz ohne Nachtragshaushalt. Veränderung braucht Mut, unterstützen Sie uns dabei.

Die FDP-Ortsgruppe trifft sich wieder am 14.8. um 19 Uhr im Ratskeller Markkleeberg. Interessenten sind herzlich eingeladen!